Am 23.03.1977 erblickte der kleine Michael im schönen Stade (Niedersachsen) das Licht der Welt. Damals hätte er bestimmt noch nicht gedacht, dass er irgendwann mal mit Frau und Rucksack die Welt bereisen würde. Denn erst mal musste er sich um so Wichtiges kümmern wie Essen und Schlafen...und das ist ja für so einen Fraggle gaaaaanz wichtig ;o)
Nachdem er dann mit Eltern und Bruder den Norden unsicher gemacht hatte, zog es den Kleinen mit der Family nach Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen). Zuerst ging es dann in den Kindergarten, quasi das BootCamp für Fraggles.
Anschließend hat er auch ganz fleißig die Gemeinschaftsgrundschule Winberg besucht, Fr. Florenz (Klassenlehrerin) ging er dabei natürlich nie auf die Nerven ;o)
Irgendwann kam seine Familie mal wieder auf die Idee, dass man doch das Haus der Familie Nagel in Viersen (NRW) renovieren könnte, um dort zu Leben. Gesagt, getan...es wurde das Dach neu gemacht, manche Wand musste verschwinden, andere kamen neu dazu...und so hatte das Haus in der Matthiasstrasse 19a ein neues Aussehen.
Eigentlich könnte man jetzt doch denken, Familie Nagel hat endlich ein schönes Haus, dann passt doch alles!? Aber NEIN, sonst wäre es doch viel zu langweilig...es ging also weiter.
Es tat sich wieder ein neuer Job für seinen Dad im Saarland auf - also stand der nächste Umzug an...ab nach St. Ingbert, ein putziges Nest bei den Saarpälzern ;o)
Das Haus in Viersen, das zwischenzeitlich vermietet wurde, haben die Nagels dann doch irgendwann verkauft, es gab oft Ärger mit den Mietern.
In St. Ingbert,genauer gesagt in Rohrbach, ging der mittlerweile auch nicht mehr ganz so kleine Michael dann wieder fleissig zur Hauptschule...die auch ganz toll war ;o)
Tja, nun denkt mal nach, was jetzt kommt...klar, da war noch nicht das Ende der Geschichte. Es ging weiter mit der kleinen Deutschlandreise...denn nach dem Saarland ging es nach Egenhausen (Baden-Württemberg), nicht zu verwechseln mit der Metropole wo Donald, Daisy und Dagobert wohnen ;o)
Dort angekommen, ging Michael erst mal weiterhin in die Hauptschule...Hohenberg Hauptschule in Altensteig. Und stellt euch vor, dem gefällt es auch dort...er ist sogar "Gründungsmitglied" der Jazz-Tanzgruppe unter der Leitung von Fr. Andrea Bohnert...tolle Lehrerin, neu an der Schule und noch recht jung, was Michael und den anderen Jungs - und natürlich auch den Mädels - gefiel. Also wurde während des Schulsports auch noch fleißig Jazz-Dance betrieben...was irgendwann in einem Schul-Musical endete (Eine Klasse flippt aus)...die Sporthalle war voll mit Zuschauern.
Irgendwann war dann auch die Hauptschule geschafft und Michael machte eine Ausbildung zum Elektroinstallateur bei den Stadtwerken in Altensteig, nachdem er dort auch sein Praktikum von der Schule aus gemacht hatte.
Die Ausbildung war mehr oder weniger lustig für Michael, denn erstens hatte vorher keiner was von Fachmathematik gesagt, die für Elektotechnik ja sooo wichtig war, für Michael aber der reinste Horror des nahenden Berufslebens, und zweitens wurde ihm während der Ausbildung erst gesagt, dass er nach Ausbildungsende nicht übernommen wird.
Nun gut, also erst mal die Ausbildung beendet und wer Michael kennt, weiß, was er damals schon immer wollte...BUNDESWEHR ;o)
Michael meinte doch ernsthaft, er würde sich mit seiner Ausbildung doch verdammt gut auf einem U-Boot machen. Also, ab zum Wehrdienstberater...wer einmal bei einem solchen "Anwerber" war, weiß, dass bei denen immer alles ganz toll ist und man bei der Bundeswehr alles machen kann.
Es kam der 02.01.1997 und Michael meldete sich bei der Technischen Marineschule (TMS) in Brake, Unterweser.
Was wiederum damals das BootCamp angehender Marinesoldaten der Technischen Laufbahn war...das BootCamp war schnell überstanden, vor allem, da Michael solche Camps schon kannte (Kindergarten).
Nach drei Monaten ging es dann weiter nach Kiel, wo der Militärfachliche Teil zur Ausbildung zum Maat stattfand.
Die TMS in Brake wurde nach Michael´s Ausbildung übrigens geschlossen...und mittlerweile auch schon komplett dem Erdboden gleich gemacht - sehr schade um eine schöne, alte Kaserne (Admiral Brommy Kaserne)...hoffentlich lag es nicht an Michael ;o)
Nach drei Monaten an der Technischen Marineschule in Kiel ging es nach Plön, an die Marineunteroffizierschule (MUS).
Michael lernte dort fleissig...manchmal schlief er aber auch einfach im Unterricht ein, meistens montags, da ja immer sonntags schön spät losgefahren wurde von Egenhausen.
Er lernte einen Haufen Menschen von A nach B zu führen, Kutterpullen (Ruder) und weiter ach so wichtige Dinge im Leben eines Marinesoldaten. Nach diesen drei wirklich anstrengenden Wochen wurde Michael dann nach Eckenförde versetzt: zum AZU (Ausbildungzentrum U-Boote) beim 3. Ubootgeschwader. Nach der Ausbildung jedoch merkte Michael, dass er doch nicht ständig auf winzigen Booten der Klasse 206A durch die Ostsee schippern will...und da Uboote das einzige waren, was Michael dort bei der Marine machen wollte, ließ er sich versetzen...zum Heer.
Jetzt stellt euch mal das dumme Gesicht von Michael vor, als man Ihm in Eckernförde sagte, dass er zur 1.FArtBtl 295 DF versetzt wird: "Bitte wohin soll ich???".
Nach eingehender Recherche wusste er dann, dass er zur 1. Batterie des Feldartilleriebattailon 295 der Deutsch-Französichen Brigade in Immendingen sollte.
Toll, dachte er sich, öfter mal was neues...und so ging es im April ´98 nach Immendingen. Dort wurde er erst mal neu eingekleidet (Grün), und auf viele Lehrgänge geschickt (LKW FS, Panzer FS, Artillerieführungssysteme etc.), denn Michael, mittlerweile Unteroffizier, sollte irgendwann mal die Artillerieführungssysteme wieder heile machen können.
Auch diesen Abschnitt seiner BW-Laufbahn meisterte er...und nach schönen Jahren bei den Bummsköpfen gab es noch ein Leckerbissen für Michael: das EUROKORPS in Strasbourg/Frankreich. Dort durfte er auch noch hin und sich ein bisschen mit Franzosen, Belgiern, Spaniern und anderen Nationen rumärgern...aber auch diese Zeit ging rum...und tatsächlich hatte diese Zeit auch was Gutes...was SEHR Gutes. Denn eines Tages lernte Michael Daniela kennen...über´s Internet. Böse Gerüchte, dass man im Internet nur Pädophile und Vergewaltiger oder wenigstens Irre kennenlernen kann, sollte man also nicht immer glauben ;o)
Irgendwann folgte das erste Treffen und nach dem zweiten wurde mehr aus der "Bekanntschaft"...er hatte seine Traumfrau gefunden...denn die zwei sind sich in so vielem so ähnlich, dass die beiden einfach zusammen gehören.
Und er ist echt froh, dass er Daniela hat...das könnt ihr mir glauben ;o)
Die erste Frage von Daniela an Michael war damals: "Ich möchte irgendwann den Rucksack packen und um die Welt reisen, würdest Du mitkommen?".
Leute...nachdem ihr jetzt gelesen habt, wie oft Michael umgezogen ist oder wo er schon mit der Bundeswehr war....klar wollte er mit :o)
Und so endet meine kleine Geschichte über Michael erst mal hier, im April ´08....in Vorbereitung auf das Abtenteuer, das Vergnügen einer Weltreise...und das mit dem wundervollsten Menschen, den es gibt...Daniela :o)
Wann es losgeht? Nächsten Januar....und ich freu mich drauf :o)